Freie Wähler Korbach besuchen Dreiraum und Network Waldeck-Frankenberg

Korbach. Wie Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum praktisch funktionieren kann, darüber informierten sich die Freien Wähler Korbach in der ersten Septemberwoche bei einem Besuch im Dreiraum Coworking am Nordwall. Gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Kieweg standen dabei die Arbeit von Dreiraum Coworking und Network Waldeck-Frankenberg sowie ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Korbach im Mittelpunkt.
Dreiraum und Network Waldeck-Frankenberg verfolgen dabei ein gemeinsames Ziel: Unternehmen, Gründerinnen und Gründer sowie Fachkräfte in der Region miteinander zu vernetzen und die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken. Dreiraum bietet mit flexiblen Arbeitsplätzen, Büros sowie Meeting-, Workshop- und Veranstaltungsräumen einen Ort für gemeinsames Arbeiten, Gründungen und neue Ideen.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Freien Wähler von der Entwicklung ehemaliger Nutzerinnen und Nutzer des Coworking-Spaces: Nach Angaben von Dreiraum sind inzwischen rund 25 Unternehmen aus dem Umfeld herausgewachsen. Sie haben dort als Start-up oder kleines Unternehmen begonnen und sich so erfolgreich entwickelt, dass sie eigene Räumlichkeiten benötigen. Salt Minerals aus Korbach ist das perfekte Beispiel dafür.
„Dreiraum zeigt, dass Wirtschaftsförderung nicht nur aus der Ausweisung von Gewerbeflächen besteht“, sagt Jörn Schumacher, stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler Korbach. „Hier entstehen Kontakte, Ideen und konkrete Chancen für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen. Wenn Unternehmen wachsen und dauerhaft in Korbach bleiben, stärkt das unsere Stadt nachhaltig.“
Ein weiterer Baustein ist die Digital Culture Week. Die Konferenz bringt jährlich Fachleute, Unternehmen und Interessierte nach Korbach, um sich über Digitalisierung, Transformation und neue Arbeitsformen auszutauschen. Das Format richtet sich ausdrücklich auch an Handwerk und Industrie im ländlichen Raum und verbindet Keynotes, Workshops, Panels und Networking. Die Digital Culture Week startete 2022 mit 30 Teilnehmenden im ersten Korbacher Coworking-Space und zeigt heute mit über 200 Teilnehmern, dass auch außerhalb der Ballungsräume große Zukunftskonferenzen möglich sind.
Network Waldeck-Frankenberg ergänzt diesen Ansatz als Unternehmens- und Talentnetzwerk. Im Mittelpunkt stehen Fachkräftesicherung, die Vermittlung und Bindung junger Talente sowie die Unterstützung regionaler Betriebe bei Qualifizierung, Digitalisierung und Transformation. Dazu gehören unter anderem eine regionale Jobbörse, Beratungsangebote, Veranstaltungs- und Austauschformate sowie Impulse durch Fachzirkel und externe Referentinnen und Referenten. Mit Formaten wie dem Personaler Breakfast fördert Network außerdem den Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitgebern in der Region.
Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Korbach wurde beim Besuch thematisiert. Gerade im Programm „Zukunft Innenstadt“ arbeiten Stadt und Network eng zusammen, um die Korbacher Innenstadt weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen. Bürgermeister Stefan Kieweg brachte sich in den Austausch ein und unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen für eine lebendige Innenstadt und einen starken Wirtschaftsstandort.
Die Freien Wähler sehen in der Arbeit von Dreiraum und Network Waldeck-Frankenberg eine Form aktiver Wirtschaftsförderung, die weiter unterstützt werden sollte. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen verlässliche Ansprechpartner, gute Netzwerke und Zugang zu neuen Ideen“, so Fraktionsvorsitzender Kai Schumacher. „Wenn es gelingt, Gründungen zu begleiten, Fachkräfte in der Region zu halten und Betriebe bei Veränderungen zu unterstützen, profitieren davon nicht nur die Unternehmen, sondern ganz Korbach.“
Die Freien Wähler Korbach setzen sich für eine wirtschaftlich starke Stadt, die Belebung der Innenstadt und eine moderne, praxisnahe Wirtschaftsförderung ein. Der Austausch bei Dreiraum und Network Waldeck-Frankenberg habe deutlich gemacht, dass Zukunft dort entsteht, wo Menschen, Unternehmen und gute Ideen zusammenkommen.
